...Ramses Müller von Tex Rubinowitz alias Dirk Wesenberg. Ein Berliner Szene-Roman? Ja, irgendwie schon. Aber meiner Meinung nach hinken die Vergleiche mit Herr Lehmann ein wenig. Vielmehr würde wahrscheinlich Ramses Müller rauskommen, wenn man Herr Lehmann und eines der früheren Helge Schneider Werke in einen Blender gibt und einmal kräftig schreddert. Der gute Tex zeigt keinerlei Skrupel irgendwelche vermeintliche Szenegrößen (Stuckrad-Barre, Schlingensief, Charlotte Roche, Leander Haußmann, Nobbi Blüm, Bud Spencer...) auf irgendwelchen Parties auftauchen zu lassen und sie an Absurdität kaum zu überbietende Episoden durchleben zu lassen. Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings der Stil, es scheint, als wolle Tex einen kafkaesken Stil kopieren, was angesichts der Tatsache, dass Herr Kafka auch immer wieder eine Rolle spielt nicht unpassend ist, allerdings habe ich es doch lieber, wenn Hauptsätze durch Punkte getrennt werden, da fällt das Lesen etwas leicht. Aber man gewöhnt sich schnell dran und dann sollte der Unterhaltung nix mehr im Wege stehen.